Komorbidität von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung mit Persönlichkeitsstörungen bei Obdachlosen

Carlos Salavera, José Antoñanzas, Juan Bustamante, José Carrón, Pablo Usán, Pilar Teruel, Carmen Bericat, Lucía Monteagudo, Soledad Larrosa, José Tricás, Orosia Lucha, Raquel Noé, Laurane Jarie, Raquel Cerra (2014)

BMC research notes 7, 916

Zusammenfassung

HINTERGRUND: Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine Erkrankung, die in der Kindheit beginnt, aber bis ins Erwachsenenalter andauern kann und die Ursache vieler unangepasster Verhaltensweisen sein kann, wie beispielsweise bei Obdachlosen, die häufig eine hohe Prävalenz von Persönlichkeitsstörungen aufweisen. Ziel dieser Studie ist die Analyse der Komorbidität von ADHS mit Achse-II-Störungen in einer spanischen Obdachlosenpopulation. ERGEBNISSE: Die Ergebnisse zeigen eine hohe Komorbidität zwischen diesen beiden Störungsarten und dass die Prävalenz von Achse-II-Störungen bei Menschen mit ADHS höher ist als in der Allgemeinbevölkerung. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Aus diesen Ergebnissen lässt sich schließen, dass ADHS aus der Kindheit bei Obdachlosen bis ins Erwachsenenalter fortbesteht und dort sehr oft zusammen mit Persönlichkeitsstörungen auftritt. Abschließend werden die Implikationen dieser Studie sowohl für die klinische Praxis als auch für zukünftige Forschungsrichtungen diskutiert.

Kategorien: ADHS bei Erwachsenen, ADHS bei Kindern, Persönlichkeitsstörungen

Schlagwörter: ADHS, ADHS im Erwachsenenalter, Kinder, Erwachsene, Komorbidität, Hyperaktivität, Prävalenz

This publication in English

Nach oben scrollen