Identitätsstatus und Bindung bei Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung

Fusun Cuhadaroglu Cetin, Devrim Akdemir, Zeynep Tuzun, Tuna Cak, Gulser Senses Dinc, Esra Tasgin Cop, Gulin Evinc (2013)

The Turkish journal of pediatrics 55(2), 190-197

Zusammenfassung

Identität und Bindung sind zwei Konzepte unterschiedlicher Theorien, die möglicherweise miteinander in Zusammenhang stehen und in der Adoleszenz entwicklungspsychologisch von großer Bedeutung sind. Ziel dieser Studie war es, das Identitätsgefühl, Bindungsstile und deren Zusammenhang bei Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zu untersuchen. 34 Jugendliche, bei denen in der Kindheit ADHS diagnostiziert wurde, wurden im Alter von 13 bis 16 Jahren erneut untersucht. Die Vergleichsgruppe bestand aus alters- und geschlechtsgleichen Jugendlichen ohne psychiatrische Erkrankung. Zur Erfassung des Identitätsgefühls und der Bindungsstile der Jugendlichen wurden das Sense of Identity Assessment Form (SIAF) bzw. der Relationship Scales Questionnaire (RSQ) eingesetzt. Im Vergleich zu Jugendlichen ohne psychiatrische Erkrankung wiesen Jugendliche mit ADHS, unabhängig vom Vorliegen einer komorbiden psychiatrischen Erkrankung, einen ähnlichen Identitätsbildungsprozess auf. Jugendliche mit ADHS und einer komorbiden psychiatrischen Erkrankung zeigten jedoch häufiger einen ängstlich-ambivalenten Bindungsstil. Komorbide psychiatrische Störungen scheinen mit den unsicheren Bindungsmustern bei Jugendlichen mit ADHS zusammenzuhängen.

Kategorien: ADHS bei Kindern, Diagnostik

Schlagwörter: ADHS, Kinder, Jugendliche, Diagnostik, Komorbidität, Hyperaktivität, Geschlecht

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