ADHS bei idiopathischer Epilepsie

Marcos H C Duran, Catarina Guimaraes, Maria Montenegro, Marina Neri, Marilisa Guerreiro (2014)

Arquivos de neuro-psiquiatria 72(1), 12-16

Zusammenfassung

Ziel dieser Querschnittsstudie war es, den Zusammenhang zwischen Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Epilepsie sowie Verhaltensauffälligkeiten zu untersuchen. Sechzig Kinder mit idiopathischer Epilepsie wurden mithilfe der MTA-SNAP IV Lehrer- und Elternbeurteilungsskala, der Vineland Adaptive Behavior Scales und der Conners-Beurteilungsskalen befragt. Der Chi-Quadrat-Test wurde verwendet, um die Korrelation der Epilepsie-Variablen bei Patienten mit und ohne ADHS mit einem Signifikanzniveau von 0,05 zu analysieren. Acht Patienten (13 %) wiesen ADHS-Symptome auf, sieben davon den unaufmerksamen ADHS-Subtyp und nur drei Verhaltensauffälligkeiten. Im Vergleich der Epilepsiepatienten mit und ohne ADHS-Symptome zeigten sich keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Epilepsie-Variablen. Alle Patienten waren gut eingestellt, 43 % nahmen entweder keine Antiepileptika ein oder befanden sich im Absetzstadium. Unsere Studie ergab eine geringe Komorbidität von ADHS-Symptomen und Epilepsie, bedingt durch die geringe Beeinträchtigung der Komorbidität durch Anfälle und medikamentöse Behandlung.

Kategorien: ADHS bei Kindern, Diagnostik, Medikamente

Schlagwörter: ADHS, Kinder, Jugendliche, Komorbidität, Hyperaktivität, Geschlecht, Schule

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