Wirksamkeit von Methylphenidat: Sofortige versus verzögerte Freisetzung bei mexikanischen Kindern mit ADHS – Kurzzeitbeurteilung anhand der Conners-Skala und des EEGs

Alfredo Durand-Rivera, Efren Alatorre-Miguel, Elizabeth Zambrano-Sanchez, Celia Reyes-Legorreta (2015)

Neurology research international 2015, 207801

Zusammenfassung

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) betrifft weltweit 5–6 % der Kinder im Schulalter. Die medikamentöse Therapie gilt als Erstlinienbehandlung, wobei Methylphenidat (MPH) als Mittel der ersten Wahl gilt. Es gibt zwei Darreichungsformen: MPH mit sofortiger Wirkstofffreisetzung (IR) und MPH mit verlängerter Wirkstofffreisetzung (MPH-ER). In dieser Studie wurde die Wirksamkeit beider Darreichungsformen über einen Monat mithilfe der Conners-Skala und eines Elektroenzephalogramms (EEG) untersucht. Ergebnisse: In der IR-Gruppe zeigten sich im Conners-Test für Eltern und Lehrkräfte in allen Bereichen signifikante Verbesserungen, mit Ausnahme der Bereiche Perfektionismus und emotionale Instabilität bei den Lehrkräften. In der ER-Gruppe zeigten sich im Conners-Test für Eltern keine signifikanten Unterschiede in den Bereichen psychosomatische Beschwerden und emotionale Instabilität. Bei den Lehrkräften zeigten sich keine signifikanten Unterschiede in den Bereichen Hyperaktivität und Perfektionismus. Beim Vergleich der Conners-Fragebögen (Eltern vs. Lehrer) zeigten sich signifikante Unterschiede vor und nach der Behandlung hinsichtlich Hyperaktivität, Perfektionismus, Psychosomatik, hyperaktiv-impulsiver Symptome (DSM-IV) und des DSM-IV-Gesamtwerts. Im EEG ergab der Wilcoxon-Test einen signifikanten Unterschied (p < 0,0001). Beide Darstellungsformen eignen sich somit zur Behandlung von ADHS und haben denselben Effekt auf die Symptomatik und das EEG.

Kategorien: ADHS bei Kindern, Medikamente, Therapie

Schlagwörter: ADHS, ADHS bei Kindern, Kinder, Methylphenidat, Hyperaktivität, Impulsivität, EEG, Emotionen, Schule

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