Vergleich der Zeichnungen von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung mit denen normaler Kinder

Mahnaz Haghighi, Maedeh Khaterizadeh, Gholamreza Chalbianloo, Sholeh Toobaei, Ahmad Ghanizadeh (2014)

Iranian journal of psychiatry 9(4), 222-227

Zusammenfassung

ZIELSETZUNG: Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist die häufigste Verhaltensstörung im Kindes- und Schulalter. Zur Beurteilung der Persönlichkeit und psychischer Störungen bei Kindern wurden verschiedene Projektionszeichnungen entwickelt, darunter der „Zeichne eine Person“-Test (DAP) und der „Zeichne eine Familie“-Test (DAF). Ziel dieser Studie war es, die Unterschiede zwischen typisch entwickelten Kindern und Kindern mit ADHS mithilfe dieser Tests zu vergleichen. METHODEN: In dieser Fall-Kontroll-Studie wurden alle 9- bis 10-jährigen Jungen der dritten und vierten Klasse aus Schulen im zweiten Schulbezirk von Shiraz im Süden Irans rekrutiert. Achtzig Schüler wurden ausgewählt und der ADHS-Gruppe bzw. der Kontrollgruppe zugeteilt. Zur Diagnose von ADHS wurden das Diagnostische und Statistische Manual Psychischer Störungen, 4. Auflage – Textrevision (DSM-IV-TR), und das Child Symptoms Inventory (CSI) verwendet. In beiden Gruppen wurden Impulsivität, Nicht-Impulsivität, emotionale Probleme und Inkompatibilitätsindizes in den DAP- und DAF-Tests evaluiert und analysiert. ERGEBNISSE: Zwischen typisch entwickelten Kindern und Kindern mit ADHS zeigten sich signifikante Unterschiede in den Indizes für Inkompatibilität und emotionale Probleme, Impulsivität, Nicht-Impulsivität und DAF. Die mittleren Gesamtwerte (±SD) der genannten Indizes in der ADHS-Gruppe betrugen 19,79 (±2,94), 12,31 (±1,84), 5,26 (±2,29) bzw. 5,89 (±2,13) ​​(p < 0,001). Die entsprechenden Werte in der Kontrollgruppe lagen bei 12,11 (±4,74), 5,63 (±2), 10,36 (±2,33) bzw. 2,88 (±2,13) ​​(p < 0,001). SCHLUSSFOLGERUNG: Mithilfe dieser beiden Zeichentests konnten signifikante Unterschiede zwischen der Kontrollgruppe und Kindern mit ADHS festgestellt werden. Die Häufigkeit von Impulsivität und emotionalen Problemen in den Zeichnungen von Kindern mit ADHS war deutlich höher als bei typisch entwickelten Kindern. Dies deutet auf die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen zum Screening auf ADHS hin.

Kategorien: ADHS bei Kindern, Diagnostik

Schlagwörter: ADHS, ADHS bei Kindern, Kinder, Diagnostik, Hyperaktivität, Impulsivität, Emotionen, Schule

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