Behandlungseffekte der Kombination von Sozialkompetenztraining und Elterntraining bei taiwanesischen Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung

Yu-Hsin Huang, Chao-Ying Chung, Hsing-Yi Ou, Ruu-Fen Tzang, Kuo-Yang Huang, Hui-Ching Liu, Fang-Ju Sun, Shu-Chin Chen, Yi-Ju Pan, Shen-Ing Liu (2015)

Journal of the Formosan Medical Association = Taiwan yi zhi 114(3), 260-267

Zusammenfassung

HINTERGRUND/ZIEL: Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) haben häufig Schwierigkeiten in sozialen Interaktionen. Wir untersuchten die sozialen und verhaltensbezogenen Auswirkungen eines kombinierten Trainings sozialer Kompetenzen und eines Elterntrainings auf Schulkinder mit ADHS in Taiwan. METHODEN: Sieben aufeinanderfolgende, jeweils achtwöchige Gruppensitzungen eines verhaltensbasierten Trainings sozialer Kompetenzen (SST) wurden für 48 Kinder mit ADHS durchgeführt; parallel dazu fanden achtwöchige Elterngruppensitzungen statt. 55 Kinder mit ADHS dienten als Kontrollgruppe. Alle Kinder nahmen die von ihren Ärzten verordneten Medikamente ein. Die Effekte wurden zu Beginn der Behandlung, nach Abschluss der Behandlung und vier Monate später mithilfe der Lehrer- und Elternversion der chinesischen Version der Swanson-Nolan-Pelham-Skala, Version IV (SNAP-IV), der chinesischen Version der Child Behavior Checklist (CBCL-C) sowie der Kinder- und Lehrerversion des modifizierten Social Skill Rating System (SSRS-C und SSRS-T) erfasst. Die Methylphenidat-Dosis und die Medikamentenadhärenz wurden während der Analyse kontrolliert. ERGEBNISSE: Das Mixed-Effects-Modell zeigte einen Haupteffekt der Gruppensitzungen auf die Subskala „Oppositionelles Verhalten“ des SNAP-P, die Subskala „Ängstlich/Depressiv“ des CBCL-C, die Subskala „Selbstkontrolle“ des SSRS-C und die Subskala „Aktive Partizipation“ des SSRS-T, jeweils zugunsten der Experimentalgruppe. Die Verbesserung auf der Subskala „Oppositionelles Verhalten“ des SNAP-P und der Subskala „Selbstkontrolle“ des SSRS-C wurde jedoch nur zwischen Baseline und Nachbeobachtungszeitraum festgestellt und war am Ende des Nachbeobachtungszeitraums nicht mehr nachweisbar. SCHLUSSFOLGERUNG: Unsere Studie zeigte, dass Kinder mit ADHS von diesem niedrigschwelligen psychosozialen Programm profitieren können, obwohl einige Verbesserungen bei der Nachuntersuchung nicht mehr nachweisbar waren.

Kategorien: ADHS bei Kindern, Psychotherapie, Therapie

Schlagwörter: ADHS, ADHS bei Kindern, Kinder, Diagnostik, Methylphenidat, Psychotherapie, Hyperaktivität, Depression, Angst, Störung des Sozialverhaltens, Geschlecht, Schule

This publication in English

Nach oben scrollen