Fehlerbezogene Negativität und Multiquelleninterferenzaufgabe bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung vom kombinierten Typ

Rosana Huerta-Albarran, Adrian Poblano, Daniel Santana-Vargas, Eduardo Castro-Sierra, Reyes Haro, Saul Garza-Morales (2015)

Arquivos de neuro-psiquiatria 73(3), 223-226

Zusammenfassung

ZIEL: Vergleich der Leistung von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung vom kombinierten Typ (ADHS-C) mit der Leistung von Kontrollkindern in einem Multi-Source-Interferenztest (MSIT), evaluiert mittels fehlerbezogener Negativität (ERN). METHODE: Wir untersuchten 12 Kinder mit ADHS-C (Medianalter 7 Jahre). Die Kontrollgruppe war hinsichtlich Alter und Geschlecht vergleichbar. Alle Kinder absolvierten den MSIT, wobei gleichzeitig die ERN aufgezeichnet wurde. ERGEBNISSE: Es zeigten sich keine Unterschiede in den MSIT-Parametern zwischen den Gruppen. Auch in den ERN-Variablen fanden sich keine Unterschiede. Bei Kindern mit ADHS-C zeigte sich jedoch ein signifikanter Zusammenhang zwischen der ERN-Amplitude und der MSIT-Leistung. Einige Korrelationen verliefen positiv (Trefferhäufigkeit und MSIT-Amplitude), andere negativ (Fehlerhäufigkeit und Reaktionszeit im MSIT). SCHLUSSFOLGERUNG: Bei Kindern mit ADHS-C besteht ein signifikanter Zusammenhang zwischen der ERN-Amplitude und der MSIT-Leistung. Diese Ergebnisse unterstreichen die Beteiligung eines cingulo-fronto-parietalen Netzwerks und könnten zum Verständnis der pathophysiologischen Mechanismen von ADHS beitragen.

Kategorien: ADHS bei Kindern

Schlagwörter: ADHS, ADHS bei Kindern, Kinder, Hyperaktivität, EEG, Geschlecht, Neuropsychologie

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