Funktionelle Beeinträchtigungen bei Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung: die vermittelnde Rolle der neuropsychologischen Funktion

Douglas Sjowall, Lisa Thorell (2014)

Developmental neuropsychology 39(3), 187-204

Zusammenfassung

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist mit vielfältigen neuropsychologischen Defiziten assoziiert. Die vorliegende Studie untersuchte, inwieweit diese Defizite mit den funktionellen Beeinträchtigungen der Störung zusammenhängen. Die Ergebnisse zeigten, dass alle Defizite der exekutiven Funktionen sowie die Reaktionszeitvariabilität als Mediatoren im Zusammenhang zwischen ADHS und schulischen Leistungen wirkten. Allerdings blieben nur der Effekt des Arbeitsgedächtnisses für sprachliche Fähigkeiten sowie die Effekte der Reaktionszeitvariabilität und des Arbeitsgedächtnisses für mathematische Fähigkeiten bei der Analyse unabhängiger Effekte signifikant. Die Wutregulation erwies sich als signifikanter Mediator für Probleme mit Gleichaltrigen. Geschlecht sowie Symptome einer oppositionellen Trotzstörung (ODD) oder einer Störung des Sozialverhaltens (CD) hatten keinen Einfluss auf diese Ergebnisse.

Kategorien: ADHS bei Kindern, Störung des Sozialverhaltens

Schlagwörter: ADHS, Kinder, Jugendliche, Exekutive Funktionen, Arbeitsgedächtnis, Hyperaktivität, Störung des Sozialverhaltens, Geschlecht, Neuropsychologie

This publication in English

Nach oben scrollen