Wechselwirkungen zwischen MAOA- und SYP-Polymorphismen waren mit Symptomen der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bei chinesischen Han-Probanden assoziiert.

Qian Gao, Lu Liu, Hai-Mei Li, Yi-Lang Tang, Zhao-Min Wu, Yun Chen, Yu-Feng Wang, Qiu-Jin Qian (2014)

American journal of medical genetics. Part B, Neuropsychiatric genetics : the official publication of the International Society of Psychiatric Genetics 168B(1), 45-53

Zusammenfassung

Als Kandidatengene für Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) liegen Monoaminoxidase A (MAOA) und Synaptophysin (SYP) beide auf dem X-Chromosom und werden mit dem vorwiegend unaufmerksamen Subtyp (ADHS-I) in Verbindung gebracht. Die vorliegende Studie untersucht die mögliche Gen-Gen-Interaktion (G × G) zwischen rs5905859 von MAOA und rs5906754 von SYP bei ADHS in einer Gruppe chinesischer Han-Chinesen. Für die familienbasierte Assoziationsstudie wurden 177 weibliche Trios eingeschlossen. In die Fall-Kontroll-Studie wurden 1462 Probandinnen und 807 gesunde Kontrollpersonen rekrutiert. Die ADHS-Symptome wurden mithilfe der ADHS-Bewertungsskala-IV (ADHS-RS-IV) erfasst. Die auf Stammbäumen basierende generalisierte multifaktorielle Dimensionsreduktion (PGMDR) für weibliche ADHS-Trios zeigte einen signifikanten Geninteraktionseffekt von rs5905859 und rs5906754. Die generalisierte multifaktorielle Dimensionsreduktion (GMDR) deutete auf ein potenzielles Gen-Gen-Interaktionsverhalten bei weiblichen ADHS-I-Patienten hinsichtlich der ADHS-RS-IV-Werte hin. In der Fall-Kontroll-Analyse wurden bei männlichen Probanden keine Zusammenhänge beobachtet. Zusammenfassend legen unsere Ergebnisse nahe, dass die Interaktion von MAOA und SYP am genetischen Mechanismus des ADHS-I-Subtyps beteiligt sein und ADHS-Symptome vorhersagen könnte.

Kategorien: Diagnostik

Schlagwörter: ADHS, Hyperaktivität, Genetik, Geschlecht

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