ADHS bei Kindern: Ein Weg zu kostenlosen Medikamenten

J. Hayden, M. Flood, F. McNicholas (2015)

Irish journal of medical science 185(1), 171-5

Zusammenfassung

HINTERGRUND: Jüngste Medienberichte haben Ungleichbehandlungen bei der Kostenübernahme für ADHS-Medikamente bei Kindern im ganzen Land aufgezeigt. Das Gesundheitsministerium hat daraufhin entschieden, dass Kinder mit ADHS unter 16 Jahren Anspruch auf kostenlose Medikamente haben. ZIELE: Diese Studie untersucht die Kosten für ADHS-Medikamente für den Staat und deren Auswirkungen auf eine flächendeckende Versorgung im Rahmen des Programms für Langzeiterkrankungen (LTI) für unter 16-Jährige. Wir schätzen die potenziellen Kosten einer flächendeckenden Versorgung für unter 16-Jährige. METHODEN: Die Erstattungsansprüche für Medikamente wurden für Kinder mit ADHS untersucht. Die Daten stammen aus den Erstattungsstellen für die Primärversorgung im Rahmen der kommunalen Arzneimittelprogramme für das Jahr 2011. Die kumulierten und prozentualen Ausgaben im Rahmen des LTI-Programms wurden berechnet. ERGEBNISSE: Von den 2,4 Millionen Euro, die der Staat 2011 für ADHS-Medikamente ausgab, entfielen 107.894 € (4,4 %) auf das LTI-Programm. Basierend auf den aktuellen Verschreibungsmustern schätzen wir die potenziellen Kosten für ADHS-Medikamente für den Staat auf 8,4 Millionen €. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Das LTI-Programm, das Kindern kostenlose ADHS-Medikamente ermöglicht, wird offenbar deutlich zu wenig genutzt. Aufklärungskampagnen für die Öffentlichkeit und Fachkräfte sind erforderlich, um sicherzustellen, dass Familien die ihnen zustehenden Leistungen erhalten und die Kosten kein Hindernis für die Therapietreue und bessere Behandlungsergebnisse darstellen. Darauf aufbauend unterbreiten wir Vorschläge für eine kosteneffiziente Verschreibungspraxis, um die potenziellen Kostenfolgen zu minimieren.

Kategorien: ADHS bei Kindern, Medikamente, Therapie

Schlagwörter: ADHS, ADHS bei Kindern, Kinder, Jugendliche, Hyperaktivität, Geschlecht

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