ADHS, veränderte Dopamin-Neurotransmission und gestörte Verstärkungsprozesse: Auswirkungen auf das Rauchen und die Nikotinabhängigkeit

Scott Kollins, R. Adcock (2014)

Progress in neuro-psychopharmacology & biological psychiatry 52, 70-78

Zusammenfassung

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine häufige und beeinträchtigende Störung, von der Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene betroffen sind. Menschen mit ADHS rauchen deutlich häufiger als Gleichaltrige ohne diese Diagnose. Die Störung birgt zudem ein erhöhtes Risiko für verschiedene negative Folgen des Rauchens, darunter ein früherer Einstieg, ein schnellerer Übergang zum regelmäßigen Konsum, stärkerer Zigarettenkonsum/größere Abhängigkeit und größere Schwierigkeiten beim Aufhören. Fortschritte im Verständnis der Dopamin-Neurotransmission und grundlegender Verhaltensverstärkungsprozesse bei ADHS können dazu beitragen, die Komorbidität von ADHS und Rauchen besser zu verstehen. Dieser Übersichtsartikel untersucht, wie diese Bereiche bisher erforscht wurden und wie weitere Forschung die Entwicklung besserer Präventions- und Behandlungsmethoden für Rauchen bei Menschen mit ADHS unterstützen kann.

Kategorien: Diagnostik, Sucht, Teilleistungsstörungen

Schlagwörter: ADHS, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Diagnostik, Komorbidität, Hyperaktivität

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