Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber fluoridiertem Wasser und der Prävalenz von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung bei Kindern und Jugendlichen in den Vereinigten Staaten: eine ökologische Studie

Ashley Malin, Christine Till (2015)

Environmental health : a global access science source 14, 17

Zusammenfassung

HINTERGRUND: Epidemiologische und tierexperimentelle Studien deuten darauf hin, dass eine Fluoridbelastung vor und nach der Geburt negative Auswirkungen auf die neurologische Entwicklung hat. Ziel dieser Studie war es, den Zusammenhang zwischen dem Konsum von fluoridiertem Trinkwasser und der Prävalenz von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern und Jugendlichen in den Vereinigten Staaten zu untersuchen. METHODEN: Es wurden Daten zur ADHS-Prävalenz bei 4- bis 17-Jährigen aus den Jahren 2003, 2007 und 2011 im Rahmen der National Survey of Children's Health sowie Daten zur Fluoridierungsprävalenz des Trinkwassers in den einzelnen Bundesstaaten, erhoben von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zwischen 1992 und 2008, verwendet. ERGEBNISSE: Die Fluoridierungsprävalenz des Trinkwassers in den einzelnen Bundesstaaten im Jahr 1992 sagte die ADHS-Prävalenz in den Jahren 2003, 2007 und 2011 signifikant positiv voraus, selbst nach Berücksichtigung des sozioökonomischen Status. Eine multivariate Regressionsanalyse zeigte, dass nach Berücksichtigung des sozioökonomischen Status jeder Anstieg der künstlichen Fluoridierung um 1 % im Jahr 1992 mit etwa 67.000 bis 131.000 zusätzlichen ADHS-Diagnosen zwischen 2003 und 2011 einherging. Die allgemeine Fluoridierungsrate des Trinkwassers im jeweiligen Bundesstaat (ohne Unterscheidung nach Fluoridierungsart) korrelierte ebenfalls signifikant positiv mit der ADHS-Prävalenz im jeweiligen Bundesstaat, mit Ausnahme eines Jahres. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Eltern berichteten von höheren Raten ärztlich diagnostizierter ADHS bei ihren Kindern in Bundesstaaten, in denen ein größerer Anteil der Bevölkerung fluoridiertes Trinkwasser aus der öffentlichen Wasserversorgung bezieht. Der Zusammenhang zwischen Fluoridbelastung und ADHS bedarf weiterer Forschung.

Kategorien: ADHS bei Kindern, Diagnostik

Schlagwörter: ADHS, Kinder, Jugendliche, Diagnostik, Hyperaktivität, Prävalenz, Epidemiologie, Geschlecht, Schule

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