Kognitives Potenzial von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung
Ana Carla Leite Romero, Simone Capellini, Ana Claudia Figueiredo Frizzo (2013)
Brazilian journal of otorhinolaryngology 79(5), 609-615
Zusammenfassung
UNLABELLED: Die Literatur beschreibt Komorbiditäten zwischen den Symptomen von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Veränderungen der auditiven Verarbeitung. Diese Symptome wurden jedoch bei der Diagnostik und folglich auch bei der Rehabilitation dieser Kinder vernachlässigt. ZIEL: Vergleich der Ergebnisse langlatenziger auditorisch evozierter Potenziale (ALEP) bei Kindern mit und ohne ADHS. METHODE: Es handelt sich um eine historische Kohortenstudie mit Querschnittdesign und Fall-Kontroll-Design, in die 30 Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren mit und ohne ADHS eingeschlossen wurden. Die AEP-Untersuchung erfolgte mittels zweier Scan-Verfahren mit passiven und aktiven Aufgaben unterschiedlicher Frequenz und Dauer (MMNf und MMNd) (P300f und P300D). ERGEBNISSE: Im Vergleich der Ergebnisse der elektrophysiologischen Hörprüfung von Kindern mit und ohne ADHS zeigten sich signifikante Unterschiede hinsichtlich der P2-Amplitude im linken Hauptkortex (LE), die in der ADHS-Gruppe höher war. und hinsichtlich der N2-Amplitude und -Latenz – die in der ADHS-Gruppe abnormal waren. FAZIT: Diese Studie lieferte ein besseres Verständnis der zentralen Hörbahnen von Kindern mit und ohne ADHS, die anhand elektrophysiologischer Tests untersucht wurden.
Kategorien: ADHS bei Kindern, Diagnostik
Schlagwörter: ADHS, Kinder, Diagnostik, Komorbidität, Hyperaktivität, Geschlecht
