Kommunikation über ADHS und dessen Behandlung bei Asthma-Untersuchungen im Kindesalter

Betsy Sleath, Sandra Sulzer, Delesha Carpenter, Catherine Slota, Christopher Gillette, Robyn Sayner, Stephanie Davis, Adrian Sandler (2014)

Community mental health journal 50(2), 185-192

Zusammenfassung

Ziel der Studie war die Untersuchung der Kommunikation zwischen Ärzten und Familien über Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Rahmen von Arztbesuchen bei Kindern mit Asthma. Kinder mit Asthma im Alter von 8 bis 16 Jahren und ihre Eltern wurden in fünf Kinderarztpraxen rekrutiert. Alle Arztbesuche wurden aufgezeichnet. 296 asthmakranke Kinder nahmen an der Studie teil, 67 von ihnen litten zusätzlich an ADHS. Die in den nationalen Leitlinien empfohlenen Kommunikationselemente zu ADHS wurden selten thematisiert. Ärzte sprachen häufiger über ADHS-Medikamente, klärten darüber auf und stellten Fragen dazu, wenn der Besuch nicht asthmabedingt war. In 3 % der Besuche bezogen die Ärzte die Kinder und in 4,5 % die Eltern in die ADHS-Behandlung ein. Nur ein Kind und drei Elternteile stellten Fragen zu ADHS. Ärzte vernachlässigen möglicherweise wichtige Aspekte eines guten ADHS-Managements und der Kommunikation bei Kindern mit ADHS und einer weiteren chronischen Erkrankung wie Asthma. Ärzte sollten realistische Behandlungserwartungen formulieren, Zielsymptome festlegen und Kinder und Eltern ermutigen, Fragen zu stellen, um eine gemeinsame Entscheidungsfindung zu ermöglichen.

Kategorien: ADHS bei Kindern, Medikamente, Therapie

Schlagwörter: ADHS, Kinder, Erwachsene, Diagnostik, Komorbidität, Stimulanzien, Hyperaktivität, Geschlecht

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