Ernährungsmuster bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Hae Woo, Dong Kim, Young-Seoub Hong, Yu-Mi Kim, Ju-Hee Seo, Byeong Choe, Jae Park, Je-Wook Kang, Jae-Ho Yoo, Hee Chueh, Jung Lee, Min Kwak, Jeongseon Kim (2014)

Nutrients 6(4), 1539-1553

Zusammenfassung

Die Rolle der Ernährung im Verhalten von Kindern ist umstritten, doch der Zusammenhang verschiedener Ernährungsfaktoren mit Verhaltensstörungen im Kindesalter wird immer wieder diskutiert. Wir führten eine Fall-Kontroll-Studie durch, um Ernährungsmuster zu identifizieren, die mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) assoziiert sind. An der Studie nahmen 192 Grundschüler im Alter von sieben bis zwölf Jahren teil. Zur Erfassung der Nahrungsaufnahme wurden drei nicht aufeinanderfolgende 24-Stunden-Ernährungsprotokolle verwendet. 32 vordefinierte Lebensmittelgruppen wurden in einer Hauptkomponentenanalyse (PCA) berücksichtigt. Die PCA identifizierte vier Haupt-Ernährungsmuster: das „traditionelle“ Muster, das „Algen-Ei“-Muster, das „traditionell-gesunde“ Muster und das „Snack“-Muster. Das traditionell-gesunde Muster ist durch eine fettarme und kohlenhydratreiche Ernährung sowie eine hohe Zufuhr von Fettsäuren und Mineralstoffen gekennzeichnet. Das multivariat adjustierte Odds Ratio (OR) für ADHS im höchsten Terzil des traditionell gesunden Ernährungsmusters im Vergleich zum niedrigsten Terzil betrug 0,31 (95 %-KI: 0,12–0,79). Der Score des Snack-Musters war positiv mit dem ADHS-Risiko assoziiert, jedoch zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang nur im zweiten Terzil. Für die beiden anderen Ernährungsmuster wurde kein signifikanter Zusammenhang zwischen ADHS und dem Score des Ernährungsmusters gefunden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das traditionell gesunde Ernährungsmuster mit einem geringeren Risiko für ADHS verbunden ist.

Kategorien: ADHS bei Kindern, Therapie

Schlagwörter: ADHS, Kinder, Hyperaktivität, Geschlecht, Schule

This publication in English

Nach oben scrollen