Missbrauch von Methylphenidat in Deutschland: Daten aus Spontanmeldungen unerwünschter Arzneimittelwirkungen

Maximilian Gahr, Roland Freudenmann, Christoph Hiemke, Markus Kolle, Carlos Schonfeldt-Lecuona (2014)

Psychiatry research 215(1), 252-254

Zusammenfassung

Um Erkenntnisse über den Missbrauch bzw. die Abhängigkeit von Methylphenidat (MPH) in Deutschland zu gewinnen, wurde eine Abfrage einer Pharmakovigilanz-Datenbank durchgeführt (Beobachtungszeitraum: 1993 bis 2012). Von 1190 Meldungen über unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) im Zusammenhang mit MPH wurden 23 (2 %) Fälle von MPH-Missbrauch identifiziert (mittleres Alter 29 Jahre; 78 % männlich; mittlere tägliche MPH-Dosis 111 ± 126,6 mg). Da die orale Anwendung überwog (70 %), dürfte die Mehrzahl der gemeldeten Fälle von MPH-Missbrauch auf eine pharmakologische Neuroenhancement zurückzuführen sein.

Kategorien: ADHS bei Erwachsenen, ADHS bei Kindern, Medikamente

Schlagwörter: ADHS, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Methylphenidat, Amphetamin, Stimulanzien, Hyperaktivität, Prävalenz, Geschlecht

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