Intervention zur Verbesserung exekutiver Funktionen bei Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung

Amanda Menezes, Natalia Dias, Bruna Trevisan, Luiz Renato R Carreiro, Alessandra Seabra (2015)

Arquivos de neuro-psiquiatria 73(3), 227-236

Zusammenfassung

Ziel dieser Studie war es, zu untersuchen, ob eine Intervention zur Förderung exekutiver Funktionen (EF) diese Fähigkeiten bei Personen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) verbessern kann. Achtzehn Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 13 Jahren wurden in eine Experimentalgruppe (EG, N = 8) und eine Kontrollgruppe (KG, N = 10) eingeteilt. Sie absolvierten die Untertests „Blockmuster“ und „Wortschatz“ des WISC-III sowie sieben Tests zu exekutiven Funktionen. Die Eltern beantworteten zwei Skalen zur Messung exekutiver Funktionen sowie von Anzeichen für Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität. Die Kinder der EG nahmen an einem Programm zur Förderung exekutiver Funktionen teil, das in zwei einstündigen Gruppensitzungen pro Woche stattfand. Nach acht Monaten Intervention wurden die Gruppen erneut untersucht. Eine Kovarianzanalyse (ANCOVA), die Alter, Intelligenzquotient und Vortestleistung berücksichtigte, zeigte Verbesserungen in den Bereichen Aufmerksamkeit/Inhibition und auditives Arbeitsgedächtnis für die EG. Für Skalen oder Messungen komplexerer exekutiver Funktionen wurde kein Effekt festgestellt. Die Ergebnisse sind nicht abschließend, liefern aber vielversprechende Daten zu Interventionen zur Förderung exekutiver Funktionen bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS.

Kategorien: ADHS bei Kindern, Therapie

Schlagwörter: ADHS, Kinder, Jugendliche, Exekutive Funktionen, Arbeitsgedächtnis, Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität, Geschlecht, Neuropsychologie

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