Die Rolle des BDNF-Genotyps und der Erziehung in der frühen Kindheit bei der Vorhersage externalisierender und internalisierender Symptome bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung

Subin Park, Bung-Nyun Kim, Jae-Won Kim, Yeon-Kyung Jung, Jin Lee, Min-Sup Shin, Hee Yoo, Soo-Churl Cho (2014)

Behavioral and brain functions : BBF 10, 43

Zusammenfassung

HINTERGRUND: Ziel dieser Studie war es, zu untersuchen, ob frühkindliche Erziehung mit externalisierenden und internalisierenden Symptomen bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zusammenhängt und ob dieser Zusammenhang durch den Val66Met-Polymorphismus des brain-derived neurotrophic factor (BDNF) beeinflusst wird. METHODEN: Die Teilnehmer umfassten 92 Patienten mit ADHS im Alter von 6 bis 15 Jahren. Erfasst wurden elterliche Erziehungsmethoden im frühen Kindesalter, externalisierende und internalisierende Symptome sowie der Genotyp des BDNF-Val66Met-Polymorphismus. ERGEBNISSE: Der Grad der gewährten Autonomie des Säuglings korrelierte signifikant negativ mit den CDI-Werten bei Kindern mit ADHS (r = -0,38, p = 0,005). Nach Berücksichtigung des Geschlechts und Alters des Kindes, des jährlichen Bruttoeinkommens der Familie und des Bildungsniveaus der Mutter zeigte sich eine signifikante Interaktion zwischen dem BDNF-Genotyp und den positiven Gefühlen der Mutter bezüglich ihrer Fürsorge in Bezug auf die Entwicklung von Angstzuständen/Depressionen bei Kindern mit ADHS (F = 2,51, p = 0,011). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Unsere Ergebnisse belegen eine Interaktion zwischen dem BDNF-Met-Allel und frühkindlicher Erziehung in Bezug auf die Entwicklung von Depressions-/Angstsymptomen.

Kategorien: ADHS bei Kindern, Affektive Störungen, Diagnostik

Schlagwörter: ADHS, Kinder, Jugendliche, Diagnostik, Hyperaktivität, Depression, Angst, Geschlecht

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