Beeinträchtigungen, Diagnose und Behandlungen im Zusammenhang mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Erwachsenen in Großbritannien: Ergebnisse der Lifetime Impairment Survey
M. Pitts, L. Mangle, P. Asherson (2015)
Archives of psychiatric nursing 29(1), 56-63
Zusammenfassung
ZIEL: Die Studie zur lebenslangen Beeinträchtigung durch ADHS untersuchte, wie sich ADHS auf den Alltag auswirkt und welche Bereiche am stärksten betroffen sind. METHODEN: Diese auf Meinungen basierende Umfrage erfasste Erfahrungen, Diagnose und Behandlung der lebenslangen Beeinträchtigung bei Erwachsenen mit (n=89) und ohne (n=94) ADHS. Die Gruppen wurden anhand von Skalen zur Erfassung von Beeinträchtigungen und Symptomen verglichen; höhere Werte weisen auf stärkere Beeinträchtigungen hin. ERGEBNISSE: Das mittlere Alter bei Diagnosestellung betrug 18,2 (Standardabweichung 11,5) Jahre; 47,1 % nahmen verschreibungspflichtige Medikamente gegen ADHS ein. Erwachsene mit ADHS berichteten über stärkere Beeinträchtigungen als Erwachsene ohne ADHS auf allen Skalen (p<0,001) mit Ausnahme der Skala zur Erfassung der Auswirkungen auf den Alltag. SCHLUSSFOLGERUNG: Stärkere Beeinträchtigungen bei Erwachsenen mit ADHS im Vergleich zu Erwachsenen ohne ADHS deuten auf anhaltende Auswirkungen auf ihren Alltag hin.
Kategorien: ADHS bei Erwachsenen, Diagnostik, Therapie
Schlagwörter: ADHS, Erwachsene, Diagnostik, Hyperaktivität, Geschlecht
