Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung-Screening mittels Elektrokardiogramm: eine gemeindebasierte Perspektive

Shilpa Shahani, William Evans, Gary Mayman, Vincent Thomas (2014)

Pediatric cardiology 35(3), 485-489

Zusammenfassung

Die Durchführung von Screening-EKGs zur Beurteilung der Medikamenteneinnahme bei Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist umstritten. Wir analysierten unsere Erfahrungen als niedergelassene kardiologische Praxis. Wir überprüften alle Screening-EKGs zur Beurteilung von ADHS innerhalb eines zweijährigen Zeitraums. Wir untersuchten, ob die Screening-EKGs zu einer weiterführenden Konsultation führten und ob sich die Behandlung dadurch veränderte. Zudem verglichen wir Patienten, die bereits ADHS-Medikamente einnahmen, mit solchen, die neu mit einer ADHS-Medikation begannen, und unterteilten die Patienten in Gruppen mit und ohne Stimulanzien. Insgesamt erfüllten 691 Screening-EKGs unsere Kriterien. Bei 42 Patienten (6,1 %) wurde eine weiterführende Konsultation empfohlen. Zu den EKG-Befunden, die eine Konsultation erforderlich machten, zählten: Linksherzhypertrophie, Vergrößerung des rechten Vorhofs, Arrhythmie, verlängertes QT-Intervall und Achsenabweichung. Im Rahmen der Konsultationen wurden 39 Echokardiografien, 2 Belastungs-EKGs, 2 Langzeit-EKGs und eine Herzkardiografie durchgeführt. Bei fünf Patienten (0,72 %) wurde eine Herzerkrankung festgestellt. Einer dieser Patienten (0,14 %) entschied sich aufgrund einer Arrhythmie gegen die Einnahme von ADHS-Medikamenten, was eine Änderung der Therapie zur Folge hatte. Die Ergebnisse des Vergleichs von mittlerem Alter, Herzfrequenz und korrigiertem QT-Intervall zwischen Patienten unter Medikation und Patienten, die mit der Medikation begannen, waren wie folgt: 10,06 Jahre, 82,87 Schläge/min und 405,24 ms gegenüber 9,99 Jahren, 80,05 Schlägen/min und 405,82 ms (p = nicht signifikant [NS] bzw. p = 0,013 [NS]). Die Ergebnisse des Vergleichs von mittlerem Alter, Herzfrequenz und korrigiertem QT-Intervall zwischen Patienten unter Stimulanzien- und Nicht-Stimulanzien-Medikation waren wie folgt: 9,68 Jahre, 83,10 Schläge/min und 403,04 ms gegenüber 9,81 Jahren, 80,10 Schlägen/min und 407,08 ms (p = NS für alle). In unserer Population führten Screening-EKGs nur selten zu Änderungen der Behandlung von Patienten, die ADHS-Medikamente einnahmen oder mit der Einnahme begannen.

Kategorien: ADHS bei Kindern, Diagnostik, Medikamente

Schlagwörter: ADHS, Kinder, Jugendliche, Diagnostik, Stimulanzien, Hyperaktivität, Geschlecht, Schule

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