DSM-5: Neuroentwicklungsstörungen

J. Zinkstok, J. Buitelaar (2014)

Tijdschrift voor psychiatrie 56(3), 162-166

Zusammenfassung

HINTERGRUND: Die fünfte Ausgabe des Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen (DSM-5) wurde im Mai 2013 veröffentlicht. ZIEL: Die Änderungen der Diagnosekriterien für Autismus-Spektrum-Störung (ASS) und Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im DSM-5 im Vergleich zum DSM-IV werden untersucht. METHODE: Die Diagnosekriterien für ASS und ADHS im DSM-IV und DSM-5 werden verglichen. Die neuen Diagnosekriterien werden zusammengefasst und relevante Literatur diskutiert. ERGEBNISSE: Die neue Kategorie ASS umfasst die Mehrheit der tiefgreifenden Entwicklungsstörungen. Patienten ohne stereotype Verhaltensmuster oder Interessen werden im DSM-5 jedoch künftig als Patienten mit einer sozialen Kommunikationsstörung klassifiziert. Die Schwelle für die Erfüllung der Diagnosekriterien für ADHS wurde leicht gesenkt. Dies wird jedoch durch klinische und epidemiologische Daten gestützt und führt wahrscheinlich nicht zu einer Überdiagnose. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Forschung zu Subtypen von ASS könnte aufgrund der im DSM-5 eingeführten Änderungen stagnieren. Für Kliniker sind die Diagnosekriterien für Autismus-Spektrum-Störung (ASS) und Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) möglicherweise klarer und benutzerfreundlicher als die im DSM-IV angegebenen Diagnosekriterien für diese Störungen.

Kategorien: ADHS bei Kindern, Autismus-Spektrum-Störungen, Diagnostik

Schlagwörter: ADHS, Kinder, Jugendliche, Diagnostik, Hyperaktivität, Autismus-Spektrum-Störung, Epidemiologie, Schule

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